Schutz gegen Druckwellen

Im Gegensatz zu den Auswirkungen von Explosionen mit TNT, die einen hohen Druck aber nur eine kurze Druckdauer aufweisen, ist die lang anhaltende Druckdauer charakteristisch bei Explosionen, die durch Unfälle in der Petrochemie und Chemischen Industrie verursacht werden. Auch für diese Anforderungen hat SÄLZER spezielle Produkte entwickelt.

40 Jahre Erfahrung in der Gebäudeabsicherung:

  • Bei einer Druckwelle von z.B. 0,1bar wirken Kräfte auf das Element ein, die einer Last von 1t/m2 entsprechen. Um diesem Druck zu widerstehen, muss das Komplettelement druckwellenhemmend konstruiert sein.
  • Alle Bestandteile, ob Verglasung, Glasleisten, Flügel, Rahmen oder Verriegelungen sind so konstruiert, dass sie dem Druck lange standhalten. Dies haben wir durch umfangreiche Testreihen bei akkreditierten Testinstituten überprüft.
  • Werden nur Splitterschutzfolien auf das Glas laminiert, so sind Flügel, Rahmen und Wandanbindung weiterhin ungesichert und können der enormen Druckwelle nicht standhalten. Aus diesem Grund bieten wir nur komplett abgesicherte Produkte an. 

 Beispiele aus unserer umfangreichen Prüfliste:

  • Die 2-flg verglaste Stahltür Serie S4 hielt z.B. einer Druckbelastung von 0,93bar (93kPa) insgesamt 4.500ms stand.
  • In einem weiteren Life-Test war das Aluminiumfenster Serie S6es über 2.000ms einem Druck von 1,344bar (134kPa) ausgesetzt.
  • All unsere Prüfergebnisse sind gemäß GSA-TS01-2003 in der Klasse GSA2 klassifiziert (kein Splitterabgang, Tabelle siehe unten).

Kombinierter Schutz:

  • Neben der hohen Druckwellenhemmung bieten die Stahltüren zusätzlich Schutz gegen Feuer, EI 90 bzw. T90-1/2, British Standard BS120. Ebenso schützen sie gegen Rauch C5S200 (RS-1).
  • Optional: Schutz gegen Einbruch und Beschuss.

Broschüre: Normen und Sicherheitsstandards pdf icon

GSA-TS01-2003 | ISO 16933 - Klassification
GSA  
ISO Beschreibung Gefährdung    Schutzklasse
GSA1 A Glas nicht gesprungen. Keine sichtbare Beschädigung des Glases oder des Rahmens. keine sicher
GSA2     B Glas gesprungen, aber im Rahmen verblieben. Glasstaub oder sehr kleine Fragmente im Bereich der Fensterbank bzw. auf dem Boden sind akzeptabel. keine sehr hoch
GAS3a C Glas gesprungen, Fragmente fliegen in den Raum hinein und landen nicht weiter als 1.006 mm vom Fenster entfernt auf dem Boden.

sehr niedrig

hoch

GSA3b

D Glas gesprungen, Fragmente fliegen in den Raum hinein und landen nicht weiter als 3.048 mm vom Fenster entfernt auf dem Boden. niedrig hoch
GSA 4 E Glas gesprungen, Fragmente fliegen in den Raum hinein und landen auf einer vertikalen Rückwand im Abstand von 3.048 mm hinter dem Fenster nicht höher als  610 mm vom Fußboden. mittel mittel
GSA5 F Glas gesprungen und das Fenstersystem versagt katastrophal. Fragmente fliegen in den Raum hinein und landen auf einer vertikalen Rückwand im Abstand von 3.048 mm hinter dem Fenster höher als 610 mm vom Fußboden. hoch niedrig