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Wissen teilen. Experten verbinden.

Marburger Sicherheitstage vom 09. bis 10. September 2026

Die 6. Marburger Sicherheitstage

Ganzheitliche Sicherheitslösungen – Fortschritt im Wandel


Sicherheit ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Die Fähigkeit, Bedrohungslagen immer wieder neu zu verstehen, Bestehendes zu hinterfragen und geeignete Lösungen flexibel sowie skalierbar zu gestalten, steht im Zentrum nachhaltiger Sicherheitsstrategien.

Am 09. und 10. September 2026 erwarten Sie die 6. Marburger Sicherheitstage – das Netzwerktreffen für innovative Impulse und inspirierenden Erfahrungsaustausch im Kontext aktueller Herausforderungen und Entwicklungen in Deutschland, Europa und der Welt.


Unter diesem Leitmotiv finden am 09 und 10.09.2026 die 6. Marburger Sicherheitstage statt.

09. September: Sicherheit verstehen

Vortrag: Das Ende der Illusionen – Europas Stunde der Wahrheit

Die internationale Sicherheitsordnung befindet sich im Umbruch: Russlands Revisionismus, Chinas Machtanspruch und die veränderte Rolle der USA stellen Europa vor neue Herausforderungen. In ihrem Vortrag zeigt Dr. Gerlinde Niehus, anerkannte Expertin für internationale Sicherheitspolitik mit langjähriger Führungserfahrung bei der NATO und Europäischen Kommission, wie Europa und die NATO strategische Handlungsfähigkeit entwickeln und gemeinsame Antworten auf die wachsenden Bedrohungen finden können.

Vortrag: Umgang mit multiplen Krisen aus Sicht der Resilienzforschung

Resilienz ist ein lebenslanger und trainierbarer Entwicklungsprozess, der Menschen hilft, Krisen zu bewältigen und psychisch gesund zu bleiben. Der Vortrag vermittelt aktuelle Forschungsergebnisse, stellt zentrale Schutzfaktoren vor und zeigt evidenzbasierte Ansätze zur Stärkung individueller und kollektiver Resilienz.

Vortrag: Wirtschaftsschutz als ganzheitliche Aufgabe

Geopolitische Spannungen, Cyberangriffe und fragile Lieferketten erfordern einen ganzheitlichen Ansatz für den Wirtschaftsschutz. Der Vortrag von Christian Vogt zeigt praxisnah, wie Governance, Standards, Business Continuity, Awareness und Kooperation dazu beitragen, Unternehmen resilienter zu machen – insbesondere auch KMU.

Vortrag: Sicherung effizienter Systemfunktionalität im Angesicht jeder Krise

Der Vortrag von Prof. Dr. Ing. Norbert Gebbeken, Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, beleuchtet die Resilienz physischer kritischer Infrastrukturen und zeigt, wie naturwissenschaftliche, messbare Modelle zur Bewertung von Risiken und Schutzmaßnahmen beitragen können. Dabei werden die unterschiedlichen Funktionen von Security und Safety sowie Anforderungen an klare Zuständigkeiten, Regeln und zukünftige Schutzkonzepte erläutert.

Vortrag: Wirtschaftsspionage - Definition und Fallbeispiele

Gordon Hauser beleuchtet die Mechanismen und Gefahren der Wirtschaftsspionage und zeigt anhand ausgewählter Fallbeispiele, wie Unternehmen ihre sensiblen Informationen wirksam schützen können.

Dialog: Drohnen als Chance vs. Drohnen als Gefahr

Im Dialog beleuchten Prof. Dr. Ing. Ingo Ehrlich und Patrick Sielski die Herausforderungen und Veränderungen, die Drohnen für die heutige Sicherheitsarchitektur mit sich bringen.

Vortrag: Resilienz kritischer Infrastrukturen stärken - Durchgängige Methoden für Analyse, Simulation und Test

Hybride Bedrohungen erfordern neue Wege, um kritische Infrastrukturen wirksam zu schützen. Der Vortrag von Lisa Knost, Head of Department High Risk & Impact Testing bei IABG, zeigt auf, wie Bedrohungsanalysen, Lagebilder, Simulationen, Übungen und Tests in einer durchgängigen Methode verbunden werden, um Verwundbarkeiten zu erkennen und die Robustheit von Energie- und KRITIS-Systemen zu erhöhen.

Vortrag: Neue DIN SPEC – Verbesserungen und weitere Potenziale. Explosion im zivilen und militärischen Bereich

Neue Standards im Umgang mit Explosionen durch die DIN SPEC stellt Matthias Wagner, Geschäftsführer des Ingenieurbüros MJG, vor und eröffnet damit Potenziale für verbesserte Schutzkonzepte im zivilen und militärischen Bereich.

10. September: Sicherheit erleben

An Tag 2 wird auf dem Sälzer Campus Sicherheit erlebbar: Live-Demonstrationen, innovative Technologien und praxisnahe Lösungen bieten vielfältige Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Hochsicherheitsbranche. Nutzen Sie diesen Tag, um konkrete Anwendungen aus nächster Nähe kennenzulernen und im direkten Dialog mit führenden Köpfen Ihre Fragen und Erfahrungen zu diskutieren.

Referentinnen und Referenten

Dr. Gerlinde Niehus

Dr. Gerlinde Niehus kann auf mehr als 25 Jahre Leitungs-, Management- und Innovationserfahrung in der multilateralen Diplomatie zurückgreifen, die sie insbesondere bei der NATO und der Europäischen Kommission gewonnen hat. Reformen zur Stärkung von Frieden, Sicherheit und Demokratie waren und sind die Haupttriebfeder ihres Engagements.

Von 2019 bis 2024 Gerlinde Niehus im NATO-Hauptquartier als Vize-Direktorin für die Sicherheitskooperation mit den Partnerländern der NATO verantwortlich. Zuvor hat sie als NATO-Chefredakteurin die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit geleitet und danach die Beziehungen der NATO zur Zivilgesellschaft vorangetrieben.

Gerlinde Niehus promovierte in Bereich Internationale Beziehungen an der Universität Münster. Sie arbeitet jetzt als unabhängige Expertin für NATO- und internationale Sicherheitspolitik. Sie ist auch Mit-Begründerin des Brussels Freedom Hubs.

Prof. Dr.-Ing. habil. Norbert Gebbeken

Von 1983 bis 1988 war Prof. Norbert Gebbeken wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Hannover, wo er mit summa cum laude zum Dr.-Ing. promovierte. Anschließend blieb er bis zu seiner Habilitation und Berufung an die Universität der Bundeswehr München 1995 an der Universität Hannover. In Neubiberg übernahm er die Professur für Baustatik am Institut für Mechanik und Statik, blieb jedoch auch Lehrbeauftragter an seiner früheren Universität. Seit 1998 ist er außerdem als „Beratender Ingenieur“ der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, deren Präsident er seit 2016 ist, tätig und wird als Sachverständiger zu Rate gezogen. Von 2001 bis 2002 war Prof. Gebbeken als Dekan der Fakultät für Bauingenieur- und Vermessungswesen Mitglied des erweiterten Hochschulrates an der Universität der Bundeswehr München und wurde von 2003 bis 2004 Vizepräsident.

Prof. Gebbeken beschäftigte sich insbesondere mit der Sicherheit baulicher Infrastruktur vor außergewöhnlichen Einwirkungen wie Naturgefahren, technischen und terroristischen Anschlägen. Seine Forschung reicht von der Entwicklung und Untersuchung neuer Materialien, über explosionssichere Scheiben und Fassaden bis hin zu sicheren Gebäuden und baulichen Infrastrukturen. Seit 2011 arbeitet seine Forschungsgruppe „BauProtect“ verstärkt an ganzheitlichen Konzepten für sichere urbane Räume. Hierzu gehören die Untersuchung und Implementierung von intelligenter Stadtmöblierung und intelligenter Landschaftsgestaltung, z. B. mit Hilfe von Explosionsschutzpflanzen. Risikoforschung und das Risikomanagement sind weitere Forschungsgebiete.

Christian Vogt, LL.M

Christian Vogt, Leiter Konzernsicherheit und Konzerdatenschutzbeauftrager CLAAS und  Kriminalhauptkommissar a.D., kann auf eine mehr als 30-jährige Erfahrung in verschiedenen Bereichen der öffentlichen und privaten Sicherheit zurückblicken.

Dazu gehören 15 Jahre Tätigkeit im Bundeskriminalamt mit hoher Verwendungsbreite im Bereich der Bekämpfung internationaler bzw. organisierter Kriminalität sowie im Einsatz an internationalen Standorten.
Christian Vogt hat für mehrere international agierende Familienunternehmen Konzernsicherheitsabteilungen aufgebaut und als „Business Enabler“ mit Fokus auf die Geschäftszielerfüllung etabliert.

Er ist zudem ausgebildeter Datenschutzbeauftragter und -auditor und verantwortet seit 2014  Konzernsicherheit und Konzerndatenschutz beim international tätigen Landtechnikkonzern CLAAS.

Ehrenamtlich engagiert sich Christian Vogt im Sicherheitsbeirat der ‚Stiftung Familienunternehmen und Politik‘, im Vorstand des Bundesverbands der ASW sowie als Vorsitzender des Vorstands der ASW West.

Gordon Hauser

Gorden Hauser ist als Referent in der Spionageabwehr des Landesamts für Verfassungsschutz Hessen (LfV Hessen) tätig, mit Schwerpunkt auf Wirtschaftsschutz. Zuvor war er über viele Jahre in der Terrorismusabwehr des LfV Hessen eingesetzt und fungierte dort unter anderem als Verbindungsbeamter im Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) in Berlin. Vor seinem Wechsel zum LfV Hessen war Gorden Hauser im Bereich Personeller Geheimschutz bei der Bundeswehr tätig und sammelte dort umfangreiche Erfahrungen im Schutz sensibler Informationen und Strukturen. Durch seine Laufbahn verfügt er über fundierte Expertise in den Feldern Geheimschutz, Terrorismus- und Spionageabwehr.

Prof. Dr.-Ing. Ingo Ehrlich

Prof. Dr.-Ing. Ingo Ehrlich verfügt über langjährige wissenschaftliche und praktische Expertise in den Bereichen Leichtbau, technische Mechanik und Strukturberechnung. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen insbesondere in der Konstruktion und Berechnung leichter Strukturen sowie im Einsatz von Faserverbundwerkstoffen in hochbelasteten Anwendungen.

Nach seinem Studium der Luft- und Raumfahrttechnik mit der Vertiefungsrichtung Leichtbau an der Universität der Bundeswehr München promovierte Ingo Ehrlich über das Impactverhalten schwach gekrümmter Strukturen aus faserverstärkten Kunststoffen. In seiner beruflichen Laufbahn war er unter anderem als Offizier, Hubschrauberpilot, Ingenieur und Schadensanalytiker tätig und übernahm später Aufgaben als Referent und Musterprüfer für Luftfahrzeuge und Luftfahrtgerät der Bundeswehr im Bereich Strukturmechanik.

Seit 2009 ist Ingo Ehrlich Professor an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg. Dort ist er in der wissenschaftlichen Leitung des TCND sowie in der Leitung des Bereichs Leichtbau und Faserverbund tätig. Darüber hinaus wirkte er in verschiedenen nationalen und internationalen Fachgremien mit, unter anderem im Umfeld von NATO und A400M-Programmen.

Lisa Knost

Lisa Knost beschäftigt sich mit den Belastungsgrenzen sicherheitskritischer Systeme. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen High-Risk- und Impact-Tests, Schutztechnologien, kritische Infrastrukturen sowie die Sicherheitsprüfung alternativer Energiespeichersysteme.

Seit 2022 leitet sie bei der iABG den Bereich High Risk & Impact Tests im Competence Center Protection, Impact and High Risk Testing. Im Rahmen ihrer bisherigen Tätigkeit bei der IABG war sie unter anderem mit der Weiterentwicklung von Testmethoden und Leistungsportfolios sowie mit Testprojekten zur Sicherheit und Dauerhaltbarkeit, Batterie-Abuse-Tests und Vorhaben im Umfeld wehrtechnischer Beschaffung befasst.

Darüber hinaus war Lisa Knost Mitglied der NATO Industrial Advisory Group und ist seit 2024 im Program Committee der DVM für Fuel Cell, Battery and Electric Drive vertreten.

Matthias Wagner

Seit 1998 ist Matthias Wagner als Bauingenieur tätig und hat sich im Verlauf seiner Laufbahn auf das Geschäftsfeld Baudynamik und Explosionsschutz spezialisiert. Ab 2003 prägte er maßgeblich den Aufbau dieser Fachrichtung innerhalb der IBDRM GmbH. Gemeinsam mit Prof. Gebbeken gründete er 2007 die MJG Ingenieur-GmbH, deren Schwerpunkt auf der Planung und Auslegung von Gebäuden und Fassaden zum Schutz gegen Explosionen liegt. In den vergangenen Jahren begleitete er die Entwicklung zahlreicher druckwellenhemmender Konstruktionen – darunter Lösungen für Regierungsgebäude, militärische Liegenschaften, Banken, Kraftwerke, Chemieanlagen, Flughäfen und bedeutende Infrastrukturprojekte. Seine Arbeit steht für innovative und wirkungsvolle Schutzkonzepte im Bereich der Baudynamik.

Dr. phil. Dipl.-Psych. Isabella Helmreich

Dr. phil. Dipl.-Psych. Isabella Helmreich verbindet wissenschaftliche Expertise mit psychotherapeutischer Praxis. Als Leiterin des Bereichs „Wissenstransfer“ am Leibniz-Institut für Resilienzforschung (LIR) gGmbH in Mainz arbeitet sie daran, Erkenntnisse aus der Resilienzforschung für Gesellschaft und Versorgung nutzbar zu machen. Gleichzeitig ist sie seit 2020 als Psychologische Psychotherapeutin in der Hochschulambulanz der Charlotte Fresenius Hochschule Wiesbaden tätig. Ihr beruflicher Werdegang zeigt eine konsequente Verbindung von Forschung, Lehre und klinischer Anwendung.

Nach dem Studium der Psychologie an der Universität Trier promovierte sie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und absolvierte dort auch ihre Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie. Stationen an der Universitätsmedizin Mainz, dem Deutschen Resilienz Zentrum und in der ambulanten wie stationären psychotherapeutischen Versorgung prägten ihr Profil ebenso wie ihre langjährige wissenschaftliche Arbeit. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt auf der Frage, wie Resilienz wissenschaftlich fundiert erforscht und zugleich in konkrete gesellschaftliche und gesundheitliche Kontexte übertragen werden kann.


Foto: Dawin Meckel

Rückblick Marburger Sicherheitstage 2024

Einige Eindrücke von den Marburger Sicherheitstagen im September 2024.

Zu den Marburger Sicherheitstagen 2024

Kontakt

Lisa Bulach | Sälzer Guestmanagement
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35037 Marburg

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